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[Inplay] Kontrolluntersuchung und Heilerwechsel
Szenen-Informationen
Charaktere Narcissa Malfoy » Enya McGowan
Datum 04.08.1996
Ort St. Mungos Hospital/Gynäkologie
Tageszeit Vormittags
#1
Es war ein sonniger und ziemlich warmer Sommertag. Zu warm für Londons Verhältnisse. Vielleicht kam es Narcissa auch nur so vor, schließlich spielten ihre Hormone zur Zeit ganz schön verrückt. Dabei war der Wechsel von schwitzen zu frieren noch das kleinere Übel, viel schlimmer fand sie den mehrmals täglichen Wechsel von schlimmen Depressionen zu Lust auf Sex. Ihre letzte Schwangerschaft war einfach schon zu lange her, weswegen sie diese ganzen Nebenwirkungen vergessen - oder verdrängt - hatte. Jetzt befand sie sich aber gerade mal am Anfang des dritten Monats, was hieß es würde noch schlimmer werden. Zumindest hatte die morgendliche Übelkeit endlich nachgelassen, was sie heute ausnutzen wollte für einen Kontrollbesuch bei einem Heiler. Besser gesagt einer Heilerin. Sie hatte gehört, dass es im St. Mungos eine sehr gute geben sollte und sogleich einen Termin gemacht - Lucius Protesten zum Trotz. Ihm wäre es natürlich lieber gewesen, sie würde sich weiterhin von dem Familienheiler untersuchen lassen, doch irgendwie fühlte sie sich nicht so ganz wohl dabei diese Angelegenheit in die Hände eines Mannes zu legen, was ihr geliebter Gatte dann doch verstanden hatte. Trotzdem hätte er sie bei diesem ersten Termin am liebsten begleitet, wenn er nicht geschäftlich zu tun gehabt hätte. Verschieben kam für sie nicht in Frage weswegen sie alleine vor dem Hospital mit einem leisen Plopp erschien.

Auch wenn Narcissa es gerne versuchte zu verdrängen, doch aufgrund ihres Alters gehörte sie leider zur Gruppe der Risikoschwangerschaften, was regelmäßige Untersuchungen unumgänglich machte. Sie betrat das Gebäude und hielt größtmöglichen Abstand zu den anderen Patienten, die mit Verletzungen aus haushältlichen Unfällen, biss- und kratzspuren von Tierwesen und anderen offensichtlichen Verletzungen in den Eingangsbereich trotteten. Manchen sah man gar nicht erst an, was ihnen fehlte, was den Abstand nur noch nötiger machte, da man nicht wissen konnte ob sie nicht vielleicht etwas ansteckendes hatten. Narcissa meldete sich am Informationsschalter an und wurde direkt in den dritten Stock verwiesen, in dem sich neben der Abteilung für Vergiftungen durch Zaubertränke und magische Pflanzen auch die Gynäkologie Abteilung und die Geburtsstation befand.
Während sie so durch das Hospital schlenderte konnte sie nicht behaupten, dass sie sich nicht doch ein wenig unwohl fühlte. Normalerweise wurde sie schließlich stets zuhause behandelt, sie wusste gar nicht wann - und ob - sie je ein Krankenhaus von innen gesehen hatte.

An ihrem Ziel angekommen wurde sie auch schon direkt ins Behandlungszimmer geführt, wo sie nun darauf wartete, dass die Heilerin auftauchte. Selbstverständlich kam sie direkt dran, eine Malfoy ließ man schließlich nicht warten und wahrscheinlich hatte Lucius dafür gesorgt dass sie sich nicht länger als unbedingt nötig in dem Bazillenverseuchten Gebäude aufhalten musste. Sie nahm vor dem Schreibtisch Platz und sah sich um. Alles wirkte so... steril. Klar, musste es ja auch. Narcissa schlug die Beine übereinander, lehnte sich zurück und wartete geduldig auf die Heilerin, die hoffentlich so gut war, wie behauptet wurde.
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#2
Kühles Wasser rann über ihre Handgelenke, während sie die Augen schloss und einen Moment durchatmete. Die Geburt eben war nicht einfach gewesen und ihre zwei Azubis hatten es nicht wirklich leichter gemacht. Erfahrenere Krankenschwestern wären ihr zwar lieber gewesen, aber sie hatte bereits in ihrer Ausbildung im St.Mungos oft genug erlebt das man mit dem arbeiten musste was man hatte. Obwohl einem hier viele magische Hilfsmittel zur Verfügung standen, waren Schwangerschaft und Geburt noch immer etwas das weitestgehend natürlich geschah. Erst wenn diese versagte, zückte man den Zauberstab. Während sie ihren Puls beruhigte, erinnerte sie sich an die Zeit außerhalb der Gynäkologie. Jetzt war sie hier eine der leitenden Heilerinnen, aber damals war sie überall unterwegs gewesen. Wundversorgung, Fluchschäden, Tranklabor …  aber seit die Zeiten ruhiger waren, hatte sie sich stärker auf die Geburtshilfe verlegt.
Seufzend drehte sie den Hahn zu und trocknete sich die Hände ab: „Mutter und Kind sind versorgt und auf dem Zimmer.“ Die junge Frau in der Tür war kurz davor ihre Ausbildung zu beenden und hatte sich wacker geschlagen. Das Sommersprossige Gesicht hatte etwas simples, aber Herzwärmendes: „Gut gemach Maggy. Geh bitte Alegria suchen und gib ihr etwas für ihren Magen.“ Maggy nickte leicht und verschwand. Es waren gute Mädchen, aber sie waren fast zu weich für ihren Geschmack. Alegria würde wahrscheinlich im Tranklabor bleiben. Armes Ding, ein bisschen Blut und schon war sie einer Ohnmacht nahe.

Ihre Schritte hallten leise an den Flurwänden wieder, während sie ihren Terminplan gedanklich durchging. Jetzt war Mrs. Malfoy dran. Bereits 40, aber nochmal schwanger, Oberschicht, noch erstes Trimester. Sie hatte mit ihrem Mann nicht direkt gesprochen, aber ihr Chef. Seine Anweisungen an sie waren eindeutig gewesen: Diese Dame war bevorzugt zu behandeln. Nun denn, wenn es denn sein musste. Während der Arbeit machte Enya schlichtweg keine Unterschiede. Eine Schwangere erhielt von ihr immer die beste Leistung, etwas anderes hätte schlicht ihren beruflichen Stolz verletzt. Aber vielleicht war ihr Ruf auch deshalb so gut.
Normalerweise hatte sie immer ein oder zwei Schüler im Schlepptau, da in dieser Abteilung praktische Erfahrung mit nichts aufzuwiegen war. Bei diesem Termin allerdings ließ sie davon ab. Obwohl Mrs. Malfoy bereits mehrere Kinder hatte, war sie nie hier gewesen  und daher wollte sie hier eine Vertrauensbasis schaffen. Abgesehen davon war die Oberschicht mit all ihren Eigenheiten oft etwas sensibler. Daher besser kein Risiko beim ersten Aufeinandertreffen.
Enya betrat den Raum und ihr folgte ein dezenter, blumiger Kräuterduft. Keine einzige Knitterfalte verunstaltete ihre Arbeitskleidung, und ihr Haarknoten war absolut sauber und kein Haar wagte es aus der Reihe zu tanzen. Sie schenkte Narzissa ein Lächeln: „Ich hoffe ich habe Sie nicht zu lange warten lassen. Enya McGowan, schön dass Sie hier sind.“ War die höfliche aber auch freundliche Begrüßung. Das Büro passte eindeutig zu seiner Heilerin: Geradeheraus, sauber und ohne Schnickschnack. Ob man sich wohl vorstellen konnte, dass diese Frau abends die Haut wechselte wie ein Chamäleon? „Da Sie das erste Mal bei mir sind, würde ich vorschlagen, dass sie mir einfach erzählen wie es ihnen bisher geht, damit ich einen Überblick bekomme, in Ordnung?“
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#3
Endlich nach gefühlten Stunden – Narcissa war es einfach nicht gewohnt warten zu müssen – öffnete sich die Tür und eine Frau um die mitte/Ende 30 betrat den Raum. Aufgrund ihres Auftretens war sie der Malfoy sofort sympathisch. Kein Fältchen verunstaltete ihre Kleidung, ihr Haar zierte kein einziges, loses Strähnchen. Dinge, auf die Narcissa selbst großen Wert legte. Auch sie selbst achtete penibelst genau auf ihr Äußeres – selbst jetzt in der Schwangerschaft war ihr Gesicht Makellos geschminkt, ihr Haar perfekt gestylt und ihre Kleidung bis auf kleinste Detail aufeinander abgestimmt. Man hatte schließlich eine gewisse Vorzeigefunktion als Ehefrau von Lucius Malfoy. Abgesehen davon hatte sie schon immer einen Hang zum Perfektionismus, was ihr Äußeres anbelangte. “Alles bestens, keine Sorge. Ich freue mich, dass sie sich Zeit für mich nehmen konnten.“, erwiderte sie höflich lächelnd und reichte ihr die Hand zur Begrüßung. Narcissa war in der tat froh, dass sie einen Platz in dem vollen Terminkalender von Enya McGowan bekommen hatte – obwohl sie sich sicher war, wenn sie keinen Termin bekommen hätte, hätte Lucius dafür gesorgt – denn gerade bei dieser Risikoschwangerschaft war es ihr äußerst wichtig in sehr guten Händen zu sein. Man hörte schließlich immer wieder wie viel gerade bei Frauen in ihrem Alter – nein, das hörte sie einfach nicht gerne – schief gehen konnte.

Narcissa nickte und ließ ihre Hände in den Schoß sinken. “Ich kann mich bisher nicht beklagen. Morgentliche Übelkeit hat mich in den ersten Wochen ziemlich geplagt, aber seit ein paar Tagen geht es mir bei weitem besser. Ich könnte nicht sagen, dass es mir anders geht, als in den vorherigen Schwangerschaften. Nur meinem Mann machen meine Stimmungsschwankungen wohl etwas zu schaffen.“, erklärte sie und schmunzelte leicht. Lucius würde es niemals zugeben, schon allein aus Angst vor dem nächsten Heul- oder Wutanfall nicht. Niemand, der ihn kannte würde glauben, dass er sich so aufopfernd und mitfühlend um seine Frau kümmerte – vor allem in ihrem derzeitigen Zustand. Aber so war er schon immer gewesen, auch bei ihrer letzten Schwangerschaft. So manches Mal war sogar eher sie genervt von dieser Überfürsorge, die ihr entgegen schwappte, aber andererseits sorgte sie sich um ihn genauso, wenn sie wusste er befand sich in Gefahr. Zwar war sie nicht in einen Todbringenden Kampf verwickelt aber sollten Komplikationen auftreten könnte auch ihre Situation sehr schnell tödlich enden. Sie räusperte sich. “Meine letzte Schwangerschaft ist 16 Jahre her. Damals war ich noch um einiges...jünger.“ Das Wort kam ihr einfach nur schwer über die Lippen. “Gibt es etwas, auf das ich besonders achten sollte? Mehr als damals? Ich meine die Standards kenne ich natürlich. Keinen Alkohol, keine Zigaretten, kein rohes Fleisch und so weiter. Ich weiß, dass ich zu den Risikopatientinnen gehöre und ich möchte nichts tun, was dem Baby schaden könnte.“
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#4
Die gepflegte Erscheinung ihrer Patienten sprang ihr direkt ins Auge, überraschte sie aber nicht wirklich. Als Ehefrau eines einflussreichen Mannes, hatte sie auch Pflichten. Status brachte immer auch Verantwortung mit sich und sie durfte sich keinen Moment gehen lassen. Das war unter normalen Umständen schon oft schwer genug, aber mit all den Hormonen? Enya hatte Mitgefühl mit Narcissa und lauschte ihr aufmerksam. Langsam nicken folgte die rothaarige Heilerin den Ausführungen und musste selbst schmunzeln als Lucius erwähnt wurde. Männer waren in einer denkbar ungünstigen Situation wenn es um die Schwangerschaft ihrer Frau ging, denn eigentlich konnten sie kaum etwas tun um direkt zu helfen. Weder konnten sie ihnen die körperlichen Beschwerden abnehmen, noch die Hormonell-Stimmungsmäßigen. Die meisten Frauen waren, insbesondere als Erstgebärende extrem genervt von ihren Männern, die selbst nichts mit sich anzufangen wussten.
Als Narcissa nur schwer auf ihr Alter ansprach, erntete sie einen Verständnisvollen Blick von Enya: „Ihr Vorteil ist in jedem Fall, dass es nicht ihr erstes Kind ist. Auch wenn die ganzen Schwankungen ihrem Körper mehr zu schaffen machen als früher, ist er doch darauf eingerichtet. Er kennt das Programm sozusagen. Allerdings fällt das auspegeln der Extrem schwerfälliger. Das ist im Übrigen vollkommen normal.“ Fügte sie ruhig hinzu: „Sie müssen bedenken, dass ihre Nerven nun deutlich dünner sind als sonst. Dinge die ihnen für gewöhnlich nichts ausmachen, treiben sie auf die Palme und ihren Blutdruck in die Höhe. Es ist immer schwierig für einen Partner der all diese Dinge nur als Zuschauer miterlebt. Auch wenn ihr Mann bereits Erfahrungen hat: am Ende ist jede Schwangerschaft ein wenig. In diesem Fall kann ich zusätzlich nur Raten das sie Stress auf jeden Fall aus dem Weg gehen. Wenn sie in einer entspannten Umgebung sind, dürfte es ihnen auch leichter Fallen Stimmungsschwankungen zu kontrollieren. Wenn die Sache aber überhand nehmen sollte, was bei entsprechenden Hormonspiegeln vorkommen kann, gibt es Mittel ihnen Ruhe zu verschaffen, ohne das Kind zu beeinflussen.“
 
Einen Moment lang herrschte von ihrer Seite Stille, dann zog sie einen Stuhl heran und setzte sich schräg vor Narcissa: „Reden wir offen miteinander, ja? … Sie sind eine Frau in einer anspruchsvollen Position. Sie tragen die Sorgen und Belastungen Ihres Mannes mit und wir beide Wissen das wir da keinen kleinen Berg vor uns haben. Diese Belastung kann Sie und ihr Kind aber auf Dauer tatsächlich in Gefahr bringen. Sie sind noch am Anfang ihrer Schwangerschaft. Dass die Übelkeit nachlässt sagt mir, dass sich ihr Organismus nun voll an das Kind anpasst und umgekehrt. Damit dürfte vorerst keine akute Gefahr bestehen. Wenn Sie aber in das dritte Trimester eintreten, kann zuviel Stress wirklich schädlich sein. Das geht bis zur verfrühten Geburt. Ich möchte Ihnen keine Angst machen, aber sie sollten Wissen worüber wir hier reden. Es ist schließlich nicht ihr erstes Kind. Ich würde heute gern eine Bestandsaufnahme ihrer Körperlichen Verfassung machen. In 4-8 Wochen ist das Kind groß genug, dass ich auch dahingehend weitere Untersuchungen machen können um sicherzustellen das alles in Ordnung ist … sofern Sie sich entscheiden bei mir zu bleiben. Im Moment wären Sie meine einzige Risikopatientin, was mir die Möglichkeit gibt Ihnen jederzeit einen Termin frei zu räumen, wenn Sie einen brauchen. Wir haben aber noch eine andere Möglichkeit.“
 
Normalerweise behandelte sie Ausschließlich im St.Mungos, allerdings verirrten sich nur selten Damen ihres Status hierher. Viel mehr zitierten sie einen Arzt oder eine Hebamme direkt nach Hause, wobei man bei Enya vergeblich zitieren konnte wie man wollte. Da Narzissa aber tatsächlich hierhergekommen war, obwohl es sie sicher Überwindung gekostet hatte, sah sie die Dinge anders: „Wenn es Ihnen unangenehm sein sollten hierher zu kommen – was ich durchaus verstehen kann – wäre es auch möglich dass ich Sie zuhause aufsuche. Dann eher gegen Abend, wenn kein Akuter Grund vorliegt … aber ich denke das wäre kein Problem .. oder?“
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#5
Dass diese Schwangerschaft ihr bei weitem mehr zusetzte, als ihre letzte, brauchte die Heilerin gar nicht erst zu erwähnen, diesen Umstand hatte Narcissa schon am eigenen Leib erfahren. Und dabei war ihre letzte auch kein Zuckerschlecken gewesen, wenn man bedachte, dass sie damals Zwillinge erwartet hatte, die den Anschein machten als würden sie in ihrem Bauch Saltos schlagen.

„Sie müssen bedenken, dass ihre Nerven nun deutlich dünner sind als sonst.“[/b]
Was Narcissas Meinung nach an dem Verzicht von Wein lag…

[i]Dinge die ihnen für gewöhnlich nichts ausmachen, treiben sie auf die Palme und ihren Blutdruck in die Höhe. Es ist immer schwierig für einen Partner der all diese Dinge nur als Zuschauer miterlebt.

Aber natürlich leidet Lucius am meisten, ist doch klar…

“In diesem Fall kann ich zusätzlich nur Raten das sie Stress auf jeden Fall aus dem Weg gehen. Wenn sie in einer entspannten Umgebung sind, dürfte es ihnen auch leichter Fallen Stimmungsschwankungen zu kontrollieren. Wenn die Sache aber überhand nehmen sollte, was bei entsprechenden Hormonspiegeln vorkommen kann, gibt es Mittel ihnen Ruhe zu verschaffen, ohne das Kind zu beeinflussen.“
Stress aus dem Weg gehen, wenn der eine Sohn verschollen war, der andere in den Sommerferien nichts besseres zu tun hatte, als über Potter zu schimpfen und der Mann an einer Schlacht teilgenommen hatte bei der er hätte sterben können. Klar, war doch das einfachste auf der Welt, das bisschen Stress zu reduzieren.

Narcissa seufzte und nickte, bevor sich die Heilerin vor sie setzte und sie ernst ansah.
„Reden wir offen miteinander, ja? … Sie sind eine Frau in einer anspruchsvollen Position. Sie tragen die Sorgen und Belastungen Ihres Mannes mit und wir beide Wissen das wir da keinen kleinen Berg vor uns haben. Diese Belastung kann Sie und ihr Kind aber auf Dauer tatsächlich in Gefahr bringen.
Was sie nicht sagte…

Geduldig hörte sie sich die Worte der Frau an – sie war ihr wirklich sympathisch. Narcissa wollte ihr Baby um nichts auf der Welt gefährden und diese Heilerin schien sich auch tatsächlich für ihre Sorgen zu interessieren, anders als der Mann der sich sonst um sämtliche Belange in der Familie Malfoy kümmerte. Frauen verstanden Frauen einfach besser, das hier war mal wieder das beste Beispiel dafür. “Ich bin ihnen wirklich dankbar. Selbstverständlich versuche ich bereits den Stress zu reduzieren, aber das ist gerade jetzt in den Sommerferien nicht ganz so leicht.“, sagte sie schmunzelnd und dachte dabei an ihre Kinder, die das Haus ganz schön auf den Kopf stellten. “Wie sieht es denn mit sportlicher Betätigung aus? Darf ich denn weiter spazieren gehen, schwimmen oder… nun ja müssen wir beim Sex irgendetwas beachten? Bei den Zwillingen damals sollten wir in den letzten 3 Monaten komplett darauf verzichten.“ Sie hatte dank Enyas Ansprache so weit Vertrauen zu ihr gefasst, um solche intimen Fragen stellen zu können, auch wenn ihre Stimme am Ende immer leiser geworden war.

Anschließend sagte die Frau noch etwas, womit Narcissa nie gerechnet hätte: „Wenn es Ihnen unangenehm sein sollten hierher zu kommen – was ich durchaus verstehen kann – wäre es auch möglich dass ich Sie zuhause aufsuche. Dann eher gegen Abend, wenn kein Akuter Grund vorliegt … aber ich denke das wäre kein Problem .. oder?“

Von allen die ihr Enya McGowan empfohlen hatten – jeder war sich sicher, dass sie keine Hausbesuche machte. Narcissa war deswegen ein wenig überrascht, aber äußerst dankbar für das Angebot. “Ich wäre hoch erfreut, wenn sie das einrichten könnten..und ich denke meinem Mann wäre das auch lieber.“
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#6
Tja … das mit dem Stress war schon immer so eine Sache gewesen. Aber offensichtlich schien hier noch etwas Besonderes vorzuliegen, so wie Narcissa die Sommerferien beschrieb. Für den Moment harkte sie nicht weiter nach, schließlich kam sie auch mit etwas deutlich interessanterem – im medizinischen Sinne:

„Nun … für den Moment sehe ich keinen Grund zur Einschränkung. Bei Zwillingen liegt die Sache völlig anders, da hätte ich sogar gesagt … die letzten 4-5 Monate, aber naja. Für gewöhnlich ist – sofern keine Probleme auftreten – Sex auch in den höheren Monaten durchaus möglich. In der Zeit darf man es aber auch nicht übertreiben. Zu harter Sex kann ebenfalls zu Frühgeburten führen. Immerhin erschüttert, dass ganze Prozedere den Mutterleib und ein Orgasmus kann vorzeitige Wehen auslösen. Grundlegend ist mir egal wie ihre Vorlieben sind, solange er auf ihnen kein Trampolin springt.“ Fügte sie staubtrocken an: „Solange sie keine Schwierigkeiten bemerken, in Form von Schmerzen, Schmierblutung oder Krämpfen, sehe ich keine Probleme. Ansonsten aber, runterfahren, Pause einlegen und auch bitte mich aufsuchen. Dann kann ich prüfen ob das Ganze nur Temporär ist, oder sich bis auf den Rest der Schwangerschaft zieht. …. Im Zweifelsfall erkläre ich das auch gern ihrem Mann.“ Diese Unterhaltungen waren für sie immer die unterhaltsamsten.
 
Was Hausbesuche anging, dass würde sie sicher auch nicht an die große Glocke hängen. Immerhin wäre das mehr oder weniger dann auch in ihrer „Freizeit“ Das musste Narcissa allerdings nicht wissen: „Ich kann mir vorstellen das ihm das lieber ist. Männer mutieren in der Regel zu übervorsichtigen Glucken wenn ihre Frauen schwanger sind.“ Ihr Blick wanderte kurz zu dem feinen Ring an ihrem Finger. Auch wenn sie gerade während der Arbeit nur wenig an Edward dachte … in dieser Abteilung zu arbeiten war nicht immer einfach für sie. Enya aber fasste sich übergangslos und sah Narcissa wieder direkt an: „Wollen wir dann zur Erstuntersuchung übergehen?“ das würde nicht viel sein: Blutdruck, Abtastung, Umfangmessung, das Übliche für ihre Akte.
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#7
4-5 Monate? Nun, es war schon eine Weile her, jedoch konnte sich Narcissa nicht daran erinnern, dass sie damals so lange komplett auf Sex verzichtet hatten. Wäre auch gar nicht möglich gewesen ohne dass Lucius den Verstand verloren hätte. Aber gut, damals war sie auch noch wesentlich jünger gewesen und vor allem unbeschwerter. Zumindest wäre sie nie auf den Gedanken gekommen, den damaligen Arzt zu Fragen wie es in Liebesdingen während der Schwangerschaft aussah.

“Im Zweifelsfall erkläre ich das auch gern ihrem Mann.“ Ein Schmunzeln glitt über die Züge der blonden Hexe. Oh so ein Gespräch würde sie ja zu gern mitansehen. Lucius, der von einer Heilerin erklärt bekam wie er sich beim Sex zu verhalten hatte. Eine fantastische Vorstellung. Im Grunde teilte Enya ihr also gerade mit, dass sie schon sehr bald Blümchensex bei dem nur er auf seine Kosten kommen durfte, praktizieren mussten. Gut, da war die Vorstellung in den letzten Monaten gänzlich zu verzichten dann doch um einiges attraktiver. “Vielen Dank für ihre ausführliche Antwort. Und ja es wäre vielleicht am sinnvollsten, wenn Sie es meinem Mann erklären würden. Einer Heilerin und Außenstehenden hört er vermutlich besser zu, als seiner eigenen Frau. Wie Männer nun mal so sind.“, erwiderte sie lächelnd. Allerdings wäre es ratsam diese Unterhaltung auf die Zeit nach den Sommerferien zu verlegen, nicht, dass die Kinder etwas davon mitbekamen. Nicht, dass es Narcissa unangenehm waren aber die wenigsten Kinder hörten gerne etwas über das Sexleben ihrer Eltern.

“Ich bezweifle, dass mein Mann noch übervorsorglicher werden könnte. Selbst wenn ich nicht schwanger wäre, würde er sich um mich sorgen weil ich das St. Mungos aufsuche. Zudem ist es in unseren Kreisen – wie sie schon bemerkt haben – eher unüblich einen Heiler aufzusuchen, statt ihn ins Haus kommen zu lassen.“ Veraltete Standards aber eben immer noch weit verbreitet. Narcissa entging nicht der flüchtige Blick zu dem Ring – für ihren Geschmack etwas zu klein und dezent – während sie über die Männer sprachen. “Sind sie auch verheiratet?“, fragte sie dann gerade heraus, bevor sie nickte und ihren Mantel ablegte um sich untersuchen lassen zu können.
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